history….

was sich über unseren lebensraum geschichtlich aussagen lässt…

(-> diese site ist erst im aufbau begriffen und wird bei gelegenheiten ergänzt…)

ursprünglich im 19 jahrhundert erbaut, diente das haupthaus als trotte für die rundherum gelegenen weinberge. das gebiet (bzw der teil des hügels, in welchem das haus steht) hiess damals schon – und heisst laut kartenangaben noch heute – „fäldemer halde“.

nun liegt feldi („fälde“) heute auf einem eigenen gemeindegebiet in der ebene gegenüber unserem häuschen, auf der anderen seite der thur. die „fäldemer halde“ gehört heute zu uesslingen.

so wir den erzählungen älterer einwohner glauben schenken, ist das darauf zurück zu führen, dass das tal zu früheren zeiten quer zur thur aufgeteilt war. die heutigen grenzen wurden erst später festgelegt. unser haus gehörte also demnach früher zu feldi und war als trotte für die dort wohnenden winzer gedacht.

zu späteren zeiten war das haus im besitze eines gewissen langhans (dessen tochter es uns dann im 2010 verkaufte). selbiger wurde uns von seiner tochter und den älteren ansässigen als „bauunternehmer“ beschrieben. von diesen aktivitäten zeugen viele spuren, die wir im und ums haus noch gefunden haben: neben brettern und planken die im schopf auftauchten und die noch den namen des besitzers aufgemalt oder gar eingebrannt haben, finden wir an jeder ecke des hauses spuren von „bastelarbeiten“, welche uns aufzeigen, dass das haus in kleinen etappen, vermutlich von wenigen leuten kontinuierlich erweitert wurde. in welchen schritten dies geschah und wer wann was verändert hat, lässt sich vermutlich erst nach ausführlichem studium der gemeindearchive genauer sagen – doch dies verschieben wir vorerst mal auf spätere zeiten…

1952 die fäldemer trotte sicht von osten richtung tenne
1952 die fäldemer trotte sicht von osten richtung tenne

1985 tenne und haupthaus von südosten her gesehen - vor dem umbau
1985 tenne und haupthaus von südosten her gesehen – vor dem umbau

2007 tenne und haupthaus von südosten her gesehen
2007 tenne und haupthaus von südosten her gesehen

klarere spuren zeigen sich dann ab dem jahr 1985. die tochter des ehemaligen besitzers – des baumeisters langhans – und ihre familie leben in schlieren und übernehmen das haus von den eltern. um dieses wieder in schuss zu bringen und zu sanieren, setzen sie sich über mehrere jahre mit professioneller unterstützung für die renovation ein. so wird im zuge dieser  jahre der ganze innenraum saniert, der kuhstall in den wohnraum integriert und die tenne abgerissen und mit vollkommen neuem fundament wieder frisch aufgebaut. als relikt aus älteren zeiten verbleiben teile der alten konstruktion im haus (so zum beispiel das fundament und die bestehenden – nicht immer über alle zweifel erhabenen – statischen konstruktionen wie wände und dachstock). zusätzlich bauen die neuen besitzer eine vollbiologische kläranlage und eine erdsondenheizung ein.

 

die alte tenne ist ausgeweidet…

die südwand wird eingerissen…

... und liegt in stücken am boden.
… und liegt in stücken am boden.

neuaufbau der tenne ca 1985

 

der ehemalige stall vor dem umbau (undatierte aufnahme)
der ehemalige stall vor dem umbau (undatierte aufnahme)

neuaufbau und integration in den wohnbereich - ca 1985
neuaufbau und integration in den wohnbereich – ca 1985

aussenansicht unseres heutigen "studios" - 2009
aussenansicht unseres heutigen „studios“ – 2009

 

 

 

 

 

in diesem zustand verbleibt das haus dann für viele jahre. genutzt teilweise durch mieter, teilweise auch als „wochenendhäuschen“ für die besitzer. im 2007 wird dem inzwischen auch etwas älteren ehepaar die pflege des doch grossen umschwungs langsam zu viel und die suche nach neuen mietern beginnt. diese endet mit dem unterzeichnen eines mietvertragse mit uns.

 

in den folgejahren nehmen wir uns – in massen – den nötigsten kleineren sanierungsarbeiten an. so entstehen diverse kleinere verbesserungen, welche uns das leben im und die pflege des hauses erleichtern. dazu gehören zum beispiel einfahrten in die schopfanlage, welche wir inzwischen als stellplatz für unsere fahrzeuge nutzen. ebenso werden die bereiche des schopfes in denen fahrzeuge stehen mit betonmauern eingefasst und mit schotter gefüllt.

die zweite, überirdische stufe der kläranlage erhält ein steinbeet und die wege um diesen bereich werden ausgebessert.

an der ost- und der westgrenze legen wir jeweils grössere beete an, welche wir mit büschen bepflanzen: diese sollen uns eines tages dann vor allzu neugierigen blicken in unseren garten schützen.

 

nach dem tod des vorbesitzers im 2010 bietet uns die witwe das haus zum kauf an: bei einem solchen angebot bleibt uns nicht viel anderes übrig, als zu zu schlagen: einerseits haben wir in den vergangenen jahren viel kraft in die anlage investiert, andererseits haben wir haus und umschwung lieb gewonnen und würden die anlage nur ungern wieder in andere hände geben. so unterzeichnen wir im oktober 2010 den nächsten vertrag: diesmal den kaufvertrag!

 

was die kommenden jahre so alles an neuen erfahrungen und abenteuern gebracht haben, ist in den entsprechenden blogs zu finden:

– im 2011 haben wir als erstes den dachstock vollkommen saniert: alle wände wurden herausgerissen und nach abstützen und isolieren entstand ein einziger grosser raum im obergeschoss

im 2012 haben wir uns über das „studio“ hergemacht, welches uns heute als büro dient

im 2013 haben wir den wohnbereich und die zentrale stabilisierung des hauses in angriff genommen: in der ost-west richtung wurde in der mitte des haupthauses ein grosser stahlträger verbaut und der südteil des hauses wurde isoliert.

im 2014 haben wir – aus diversen gründen – die sanierung des umschwungs priorisiert und in angriff genommen – ein länger dauerndes projekt, welches uns immer noch in atem hält…

 

irgendwann in ferner zukunft werden dann auch der küche und bad noch saniert werden… aber das ist eine vision für die zukunft…

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